Sonntag, 7. September 2014

JuleA-Splitter




(Roc) Die Realschule Sundern startet am 18. September ihre 5. Staffel des Generationenweiterbildungs- und Schülerqualifizierungsprojekts „JuleA“. Seit der dortigen Kurseinführung im Jahr 2012 konnten bisher 208 Teilnehmer gezählt werden. In Sundern war eine 90jährige die bisher älteste Teilnehmerin im Gesamtprojekt.

An der Realschule Neheim übernahm die neue schulische Projektbegleiterin Lehrerin Aline von der Ahé die Durchführung des seit 2009 an dieser Schule durchgeführten Projekts.

Am nunmehr 10. Projektstandort startet am 17. September der erste Kursblock mit einer gemeinsamen Schülerinformation der dortigen 9. Klassen.

Sobald nach der Sommerferien weitere Schulen mit den Herbstkursen beginnen, wird sicher die Teilnehmerzahl 2.000 überschritten.

Das „JuleA“-Logo ist von der Stadt Arnsberg, nach der Nutzungsüberlassung durch das Projektteam, beim Marken- und Patentamt München als Schutzmarke beantragt worden. 

Der gewonnene 1. Preis im dm-Wettbewerb „HelferHerzen 2014“ in Höhe von 1.000 Euro wurde am 29. August in der Neheimer dm-Filiale dem Projektteam übergeben. Das Preisgeld kommt dem Projekt zugute.

Bürgermeister Hans-Josef Vogel gratulierte dem Projektteam zur Erringung des dm-Ehrenamtspreises „HelferHerzen 2014“.

Am 5. November werden alle Projektpartner (Schulen, Verwaltung, NRW-Familienministerium, Kreis, Finanzier und Haupt-Medienunterstützer) in einer Feierstunde in der Gebietsdirektion Neheim der Sparkasse Arnsberg-Sundern mit einem „JuleA“-Partnerschaftsschild durch das Projektteam ausgezeichnet. Dieses Schild (Größe DIN A 4, Alu matt gebürstet) kann in den jeweiligen öffentlichen Präsentationsräumen platziert werden.

Freizeit-Tipp: Alpakaflüsterer und Milchtankstelle


Der Ennerthof in Wennigloh bringt das zusammen
Von Wolfgang Rochna 

Am Ortsrand von Wennigloh sieht man sie auf der Weide. „Klar“, so hört man„ „das sind Lamas“. „Von wegen“, die andere Meinung, “das sind junge Kamele“. Genau genommen hat jeder der Diskutierenden etwas Recht. Aber die Auflösung heißt richtig: Das sind Alpakas. Alpakas? Ja, diese Tiere, die ähnlich wie vorher beschrieben aussehen, kommen ursprünglich aus den südamerikanischen Anden und werden dort als Lasttiere und Wolle-Lieferanten gezüchtet. Und so etwas in Wennigloh?!
Alpakas im Sauerland
Ja, auf dem Ennerthof führen sie ein geruhsames und gut betreutes Leben. Denn sie werden dort auch zur Wolle-Produktion genutzt, aber vielmehr als Begleittiere für Kinder und Jugendgruppen. Auch Erwachsene haben sich schon mit diesen außergewöhnlich ruhigen Tieren beschäftigt. „Sie strahlen Ruhe und Gelassenheit aus“, weiß Besitzerin Lena Schulte-Stiefermann, „daher können wir mit gutem Gewissen einen Apakaführerschein, Gruppenprogramme für Kindergeburtstage und Schulklassen anbieten und durchführen“.
Geführte Touren für Kinder und Erwachsene
„Geführte Wandertouren mit den Alpakas von ein bis zwei Stunden Dauer können ebenfalls gebucht werden. Und weil die Tiere so ruhig sind, kann sich jeder Besucher als Alpakaflüsterer fühlen“, so die Fachfrau. Wenn das Besucherprogramm abgeschlossen ist, kann in dem Milchviehbetrieb rund um die Uhr frische Kuh-Milch an der Milchtankstelle gezapft werden. Roland Schulte-Stiefermann, der Landwirt in der Familie legt großen Wert darauf, dass die Kühe gentechnikfrei und mit Futter größtenteils aus der eigenen Erzeugung gefüttert werden.
Preise für die verschiedenen Angebote und Informationen rund um den Ennerthof gibt es bei Lena und Roland Schulte- Stiefermann, Ennertstr. 2, 59821 Arnsberg-Wennigloh, Tel.: 02932-372856, Mail: alpakatourensauerland@web.de oder im Internet unter www.alpakatouren-sauerland.de

Führen alle Wege zum Ziel?


Von Wolfgang Rochna
Als Besatzung nach dem 2. Weltkrieg waren die Engländer hier vor Ort. Das heutige Neheimer Binnerfeld, parallel zur Goethestraße (damals Poststraße)  in Richtung Autobahn wurde als Wohnbereich benutzt. Engländer sind sportlich, sagen sie. So auch die, die hier angesiedelt waren. Eines Tages war ein Radrennen angesagt. Die Radrenner aus Richtung Hüsten kommend, sollten unmittelbar nach dem Passieren der damaligen Holzbrücke am Bahnhof nach links in die Lange Wende einbiegen, um zum Ziel in der Goethestraße zu kommen. Um das zu kennzeichnen, hatten die englischen Organisatoren die veränderte Richtung mit Pfeilen aus Sägemehl auf der Straße markiert. Das zu ändern war ein Reiz, dem die Jugend die auf der unteren Langen Wende wohnte, zu der auch der Schreiber dieser Zeilen gehörte,  nicht widerstehen konnte.                              Sägemehl aus der Zimmerei Beringhoff gab die Richtung an
Am Abend vor dem Rennen, haben wir uns neues Sägemehl besorgt. Die vorhandenen Richtungspfeile wurden weggefegt und durch viele neue ersetzt. Diese zeigten dann jedoch nicht nach links in die Lange Wende, sondern nach rechts in einen breiten Waldweg. Dieser Weg führte im Rücken des heutigen Rathauses, das damals noch nicht dort stand, zum Müggenberg. Mit Spannung haben wird anderntags auf das Rennen gewartet. Endlich war es soweit. Die ersten Begleitfahrzeuge fuhren, wie von uns erwartet und gewünscht, in den Waldweg. Das Feld der Radrenner ebenso. Irgendwann wurde von den Akteuren bemerkt, dass dieser Weg wohl nicht der richtige sei. Da die meisten Rennteilnehmer von auswärts kamen und keine Ortskenntnisse hatten, war die Verwirrung groß. Erst die MP (Militärpolizei), die vom Ziel aus kommend, nach den ausbleibenden Sportlern suchte, fand diese letztendlich im Wald. Im Konvoi wurden alle Rennteilnehmer anschließend zum Ziel in der Goethestraße geleitet.                                                 Die Militärpolizei suchte die vermissten Sportler
Unser Herz rutschte aber dann in die Hose, als englische Offiziere auf Pferden nach den Übeltätern des Streiches suchten. Irgendwie waren sie darauf gekommen, dass die „Verkehrslenkungs-Spezialisten" wohl im Bahnhofsbereich zu suchen seien. Unser Heimvorteil beim Verstecken und das Kennen der örtlichen Schlupflöcher rettete uns. Damit hatten wir dann den sportlichen Part übernommen, der eigentlich bei den Radrennern lag.

Montag, 4. August 2014

plus-Geflüster "Elternsprechtag"




  
     
Regelmäßig mittwochs gegen 12 Uhr betraten eine größere Zahl Frauen und Männer der Generation 55+ als Seniorschüler, auch der Schreiber dieser Zeilen, die am Generationenweiterbildungs- und Schülerqualifizierungsprojekt „JuleA“ (Jung lehrt Alt) teilnehmen, den Schulhof der Realschule in Hüsten. Auf dem Schulhof warteten zwei Jungen im Alter von ca. 12 Jahren offensichtlich auf Mitschüler. Als sie die Erwachsenengruppe auf sich zukommen sahen, war zu hören: „Du, haben wir heute Elternsprechtag? Mist, den habe ich ganz vergessen.“ Da stellt sich jetzt die Frage:  Sind wir noch so jung und sehen daher so aus, um als Eltern der Schüler angesehen zu werden oder hat das vermeintliche schlechte Gewissen den jugendlichen Schüler-Blick getrübt? fragt
         Wolfgang Rochna

JuleA-Splitter



(Roc) Die Zentrale der dm-Drogeriemarktkette teilte mit, dass die Übergabe des vom Projektteam gewonnenen Ehrenamtspreises „Helferherzen 2014“ am 29. August in der Filiale Neheim, Hauptstr. stattfindet.

Mit dem Gewinn des regionalen Ehrenamtspreises „HelferHerzen 2014“ steigt das Projekt in den bundesweiten dm-Wettbewerb auf. Die Jury-Entscheidung dazu fällt im Herbst.

HSK-Landrat Dr. Karl Schneider gratulierte per Mail zur gewonnenen Auszeichnung und übermittelte für die Projekt-Zukunft seine besten Wünsche.

Die Schulleiterin der Realschule Sundern, Annette Tebbbe-Lemmer, übermittelte ihre Glückwünsche zur Auszeichnung und teilte mit, dass nach den Schulferien weitere „JuleA“-Kurse an dieser Schule angeboten werden. An dieser Schule konnte mit einem Alter von 90 Jahren der bisher älteste Kursteilnehmer registriert werden.

Von der Fördervein-Vorsitzenden des Frh.-v.-Stein-Gymnasium in Recklinghausen erreichten zum Gewinn des dm-Preises herzliche Glückwünsche das Projektteam. Am „JuleA“-Standort Recklinghausen konnten im 2. Kursblock d. J. 38 Teilnehmer gezählt werden. Der älteste Teilnehmer war 86 Jahre alt.

Durch die Anmeldezahlen in Recklinghausen ist die Gesamt-Teilnehmerzahl auf nunmehr 1.803 gestiegen. Sobald nach der Sommerferien die übrigen Schulen mit den Herbstkursen beginnen, wird sicher die Zahl 2.000 überschritten.