Samstag, 6. Juli 2013

JuleA-Splitter



(Roc) Im Juni 2013 durch Zufall im Internetauftritt der Stadt Arnsberg entdeckt:
Vergabe des "Deutscher Engagementpreis 2010" an die Stadt Arnsberg durch Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder  in Berlin:          

Deutscher Engagementpreis 2010 für die Stadt Arnsberg


In der Preisbegründung von Dr. Frank Heuberger in Berlin heißt es u.a.:

…Ähnlich unprätentiös ist das Projekt „Jung lehrt Alt" (JuleA) konzipiert: Neuntklässler einer Realschule machen hier, was sie eh gerne tun, mit Handys und Computern hantieren. Bloß dass dabei Senioren neben ihnen sitzen, denen sie zeigen, wie deren Handys funktionieren und wie man Fotos auf den PC kopiert. Auch Alltagsenglisch bringen die Schüler den Alten bei und identifizieren sich mit ihrer Lehrerrolle so sehr, dass sie sogar „blaue Briefe" schreiben. Denn manche Senioren sind unpünktlich und versäumen zuweilen, ihre Hausaufgaben zu machen. Was die Schüler da über Disziplin und Einsatz lernen, lässt sich erahnen…



Es erfolgte keine Information durch die Stadt Arnsberg an das ehrenamtlich tätige Projektteam über die Erlangung des Preises mit Hilfe des Projektes „JuleA“.



Am 1. Juli erhielten 29 Schülerlehrer/innen aus den Klassen 9 und 10 des ersten „JuleA“-Kurses an der Städt. Realschule Olsberg ihre mit der freiwilligen Teilnahme erworbenen NRW-Ehrenamtszertifikate.



Am 2. Juli haben 24 Schülerlehrer/innen im nunmehr fünften Kursblock an der Städt. Realschule in Neheim das NRW-Ehrenamtszertifikat erhalten. Seit Einführung im Jahr 2009 an dieser Schule konnten bisher insgesamt 432 Teilnehmer gezählt werden.



                         

Auf Anregung des "JuleA"-Projektteams prüft die Rechtsabteilung der Stadt Arnsberg das Logo „JuleA“ als Wort-/ und Bildmarke schützen zu lassen. Die dynamische Ausweitung des Projektes über die Arnsberger Grenzen hinaus lässt das als sinnvoll erscheinen.

Dienstag, 18. Juni 2013

seniorTrainer-Treffen im Juli 2013

Das turnusmäßige Juli-seniorTrainer-Treffen  findet am 5. Juli um 9.30 Uhr im Konrad-Adenauer-Saal (1. Stock) im Rathaus Neheim statt.

Montag, 10. Juni 2013

Im seniorTrainerprojekt „Schulwandern“ sollen Kinder im Grundschulalter die Natur intensiver und aktiv erleben


seniorTrainer Georg Brüggemann kümmert sich um die Einführung an den Arnsberger
Grundschulen                                                                                                              
Wandernd die Umwelt kennen lernen und dabei wertvolle Erfahrungen während des Schulalltags sammeln. Dabei steht der Sauerländische Gebirgsverein  (SGV) als Projektpartner zur Seite.
Frage: Was verbirgt sich hinter dem ehrenamtlich durchgeführten Projekt?                  
Antwort: Es gibt vom Hauptverein des SGV das Projekt „Schulwandern“. Ziel dieses Projektes ist es, dass Kinder im Grundschulalter intensiver und aktiver Natur erleben. Dabei wandern die Umwelt kennen lernen und dabei wertvolle Erfahrungen während des Schulalltags sammeln. Gleichzeitig wird die gesunde Entwicklung der Kinder gefördert. Unter der Anleitung eines ausgebildeten Waldpädagogen sollen die Kinder die Möglichkeit bekommen, während der Schulzeit wieder verstärkt wandern zu gehen. Das Interesse für das Naturerlebnis soll neu geweckt werden                                                                              
Ich möchte dieses Projekt im Stadtgebiet Arnsberg bekannt machen und schrittweise bei allen örtlichen Grundschulen initiieren. Meine Aufgabe ist es, die entsprechenden Grundschulen in Arnsberg für diese Idee zu gewinnen. Danach die Koordination zwischen dem Hauptverein des SGV, den örtlichen SGV-Abteilungen in Arnsberg (zuständig für die Planung der Wanderstrecken), dem zertifizierten Waldpädagogen und den jeweiligen Schulen zu übernehmen.                                                                     Frage: Wie und warum sind Sie darauf gekommen das Projekt zu initiieren?                           
Antwort: Ich habe einen solchen Wandertag im Jahr 2012 beim SGV-Hüsten selbst miterlebt und finde es sehr schade, dass dieses sehr gute Angebot des SGV in unserer Stadt bisher von den örtlichen SGV-Vereinen und Grundschulen kaum genutzt wird.                
Frage: Wer kann das Projekt in Anspruch nehmen und welche Kosten entstehen dabei?        Antwort:  Alle interessierten Grundschulen im Stadtgebiet Arnsberg können diesen Wandertag in Anspruch nehmen, Es fallen Kosten für den Walpädagogen an. Diese Kosten sind für 2013 durch die der Bürgerstiftung Arnsberg gedeckt. Meine Aufgabe wird es sein, auch für die kommenden Jahre geeignete Sponsoren für dieses Projekt zu gewinnen.    
Frage: Gibt es genügend Nutzer des Projekts und suchen Sie weitere Unterstützer?                                           
Antwort: Wir sind in diesem Jahr im Mai gestartet. Im Juni gibt es weitere Wandertage. Insgesamt kommen wir inzwischen schon auf die beachtliche Zahl von acht Schulwanderungen. Teilnehmer waren und sind vier Schulklassen und ein Kindergarten aus Hüsten. Dazu noch Klassen aus Bruchhausen, Niedereimer und Oeventrop. Ich hoffe, dass ich in 2014 noch mehr Grundschulen in Arnsberg für dieses Projekt gewinnen kann. Weitere Unterstützer suche ich insbesondere in den örtlichen SGV-Vereinen und für den Bereich Sponsoring.                                                                                                                          
Die Fragen stellten Eduard Kuntz und Wolfgang Rochna                                              

Samstag, 11. Mai 2013

JuleA-Splitter



(Roc) In das Pädagogische Konzept der kommenden Sekundar-Schule in Alt-Arnsberg ist u.a. „JuleA“ als Ergänzungsangebot im Bereich „Lernen mit Engagement“ als etabliertes Schulprojekt zum eigenständigen sozialen Engagement aufgenommen worden.

Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Recklinghausen ist mit seinem ersten Kursblock gestartet. Insgesamt 46 Teilnehmer nahmen den Kursbetrieb auf. Der jüngste Teilnehmer ist 63, der Älteste ist 81 Jahre alt. Damit hat das Projekt erstmals die gymnasiale Schulform erreicht.

Dadurch ist das ehrenamtlich initiierte und geleitete Weiterbildungs- und Qualifizierungsprojekt inzwischen an acht Standorten vertreten.

An der Realschule Marsberg ist seit der Projekteinführung im Herbst 2012 der zweite Kursblock mit 49 Teilnehmern gestartet. Das Durchschnittsalter der dortigen Seniorschüler (Generation 55plus) beträgt 62,4 Jahre.

Damit ist die Gesamtteilnehmerzahl auf 1.304 gestiegen.

Die Marienschule, Brilon (Realschule) beschäftigt sich mit der Projekteinführung von „JuleA“. Nach den Sommerferien sollen weitere Kontaktgespräche und Besuche durch das Projektteam vor Ort stattfinden.

Fragen zum seniorTrainer-Projekt „JuleA“ beantwortet gerne die Städt. Geschäftsstelle Engagementförderung, Leitung Petra Vorwerk-Rosendahl, Tel. 02932/201-1402 (vormittags).

Donnerstag, 9. Mai 2013

"JuleA" auf dem Titel der WESTFALENPOST und überregional am 9.Mai 2013


Hallo liebe „JuleA"-Unterstützer,

Nina Grunsky (Redakteurin) war mit Thomas Nitsche (Fotograf), beide von der Zentralredaktion der WP in Hagen, am 30.4. während der aktiven wöchentlichen Kursstunde in der Realschule Neheim und hat sich umfassend von uns über „JuleA“ informieren lassen.

In der heutigen Ausgabe (Donnerstag, d. 9.5.) der WESTFALENPOST ist ein sehr ausführlicher mehrspaltiger, ¾ Seite umfassender Beitrag mit Bildern über „JuleA“ überregional erschienen. Außerdem gibt es auf der Titelseite ein Bild mit Hinweis auf den Beitrag.

Wir sind dafür sehr dankbar dafür und gespannt, ob es Reaktionen aus dem Umland gibt.

Das  Projektteam „JuleA“

Charlotte Kätsch   Wolfgang Rochna

                 seniorTrainer

Sonntag, 5. Mai 2013

Wunderwerke der Medizintechnik = Herzschrittmacher


Dr. med. Ulrich Born, Ltd. Oberarzt der Klinik für Kardiologie am Klinikum Arnsberg berichtet über Herzschrittmacher-Therapie
Seit der weltweit ersten Herzschrittmacher-Implantation 1958 in Schweden hat sich die Herzschrittmacher-Therapie als oft lebensrettende Maßnahme in der Kardiologie etabliert und sich rasant weiterentwickelt.                                                                      
Allein in Deutschland tragen ca. 1 Million Menschen einen Herzschrittmacher, der dann implantiert werden muss, wenn das Herz zu langsam schlägt (meist unter 40-50 Schlägen/Min.). Eine zu geringe Herzfrequenz verursacht Symptome wie Schwindel, Ohnmachtsanfälle bis zur völligen Bewusstlosigkeit bei Herzstillstand als auch eine verminderte körperliche Leistungsfähigkeit mit Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Ursachen für eine zu geringe Herzfrequenz sind Störungen in der Elektrik unseres Herzens. Zum einen ein kranker Sinusknoten als Taktgeber des Herzens, zum anderen kann die Überleitung der elektrischen Impulse im Herzen blockiert sein. Auch wenn der Herzschlag unter körperlicher Belastung nicht ausreichend ansteigt, ist ein Schrittmachersystem erforderlich. Es wiegt weniger als 30 Gr., ist kleiner als eine Streichholzschachtel und stimuliert über im Herzen verankerte Elektroden den Herzmuskel immer dann, wenn die eigene Herzfrequenz zu niedrig ist. Der Herzschrittmacher garantiert somit immer eine ausreichende Herzschlagzahl, verhindert Pausen und kann über den Einsatz integrierter Sensoren sowohl die Herzfrequenz bei körperlicher Belastung anheben als auch im Schlaf absenken.                         
Herzschrittmacher garantieren eine immer ausreichende Herzschlagzahl.                   
Die modernen Herzschrittmachersysteme sind multiprogrammierbar mit individueller Anpassung an die Erfordernisse und Bedürfnisse der Patienten. Die Programmierung und die halbjährlichen Nachkontrollen der Schrittmacher erfolgen völlig schmerzlos durch Auflage einer mobilen Programmiereinheit. Es werden u.a. die Herzfrequenz und der Herzfrequenzanstieg, Stimulationsamplitude im Bereich von 2 bis 4 Volt sowie die Überleitungsgeschwindigkeit programmiert und im Bedarfsfall auch verändert und angepasst. Zusätzlich können Herzrhythmusstörungen wie salvenartige Extraschläge im Speicher abgefragt und dokumentiert werden. In der etwa 15-minütigen Nachkontrolle bekommt der Arzt auch Auskunft über den Ladezustand der integrierten Lithium- Batterie mit einer Laufzeit von 5 – 9 Jahren. Geht die Batteriespannung langsam zur Neige, muss der Schrittmacher komplett ausgetauscht werden, da ein Wechsel der Batterie im komplett verschlossenen und sterilen Schrittmacheraggregat gar nicht möglich ist. Die im Herz verankerten Sonden müssen in der Regel nicht ausgetauscht werden. Der Schrittmacherwechsel kann auch ambulant und in Lokalanästhesie erfolgen.                         
Die Batterielaufzeit des Schrittmachers beträgt ca. 5 bis 9 Jahre.                                                                      
Die Erstimplantation erfolgt in der Regel in einer leichten Allgemeinnarkose und dauert meist weniger als 1 Stunde. Unterhalb des Schlüsselbeins wird eine Vene freigelegt über die dann eine  bis drei Sonden bis ins Herz vorgeschoben und dort verankert werden. Diese elektrischen Kabel werden dann am Schrittmacher festgeschraubt, der im Bereich des Brustmuskels unterhalb des Schlüsselbeins fixiert wird. Ein Ziehen der Wundfäden entfällt bei resorbierbarem Nahtmaterial. Mit einem Herzschrittmacher lässt sich ein nahezu komplett normales Leben führen. Das Fremdkörpergefühl verschwindet nach einigen Wochen, schließlich spürt der Patient weder den Schrittmacher noch die Stimulationen seines Herzens. Vorsicht ist geboten bei starken elektromagnetischen Störfeldern wie Elektroschweißen, starken Elektromotoren, magnetischen Matratzen und auch Kernspintomographie (MRT). Flugreisen sind problemlos möglich, wenn man sich nach Vorlage seines Schrittmacherausweises per Hand auf metallische Gegenstände untersuchen lässt. Haushaltsgeräte sind problemlos zu bedienen. Detaillierte Fragen beantwortet der behandelnde Kardiologe oder die Medizintechnik der Hersteller.                                            
Mit einem Herzschrittmacher lässt sich ein nahezu komplett normales Leben führen. 
Im Klinikum Arnsberg werden seit Anfang der siebziger Jahre Herzschrittmacher implantiert und nachgesorgt, aktuell mehr als 200 pro Jahr. Seit neuestem können im Klinikum Arnsberg auch neuartige Dreikammer-Schrittmachersysteme bei ausgeprägter Herzschwäche  und auch MRT-fähige Schrittmachersysteme eingebaut werden. Die Operationen erfolgen in bewährter enger Kooperation zwischen chirurgischer und kardiologischer Abteilung. Nach Implantation eines Herzschrittmachers ist die Angst vor drohender Bewusstlosigkeit einer gesteigerten Lebensqualität gewichen. Die Patienten stehen wieder mitten im Leben, können Sport treiben und brauchen auf der anderen Seite auch keine Angst zu haben, mit einem Schrittmacher keinen natürlichen Tod sterben zu können.